Schon in frühzeitlichen Kulturen wurden Mastiff-Artige Hunde als Kriegshunde verwandt. Griechische Armeen beispielsweise schickten ihrem Heer Kriegshunde voraus welche gegnerisches Feuer auf sich lenken sollten. Diese Kriegshunde trugen häufig Fackeln oder gar Messer an ihren Halsbändern um den Tod in die Gegnerischen Reihen zu bringen.
Im Rom der Antike wurden in den Arenen Hunde gegen Löwen, Bären oder sogar Gladiatoren gehetzt.

Die moderne Kriegsführung führte zur Bedeutungslosigkeit der Kriegshunde. Sie wurden stattdessen als Wächter für Haus und Hof, zum Treiben von Vieh zum Marktplatz eingesetzt. Sie trieben sogar Bullen zum Markt. Aus diesem Umstand entwickelte sich der blutige Sport des Bullenbeißens welcher erste am Anfang des 19, Jahrhunderts verboten wurde. Anstelle des Bullenbeißens trat stattdessen der Hundekampf im 18. und 19. Jahrhundert in den Vordergrund. Ehemalige Bullenbeisser wurden für diesen blutigen "Sport" mit Terriern gekreuzt so entstanden starke, schwere Hunde mit der Schnelligkeit und dem Temperament von Terriern und der Kraft von alten Bullenbeissern. In der sogenannten Pit (daher der Name Pitbullterrier) in Kampfarenen konnten die Besitzer leichtes Geld machen. Diese Hunde kämpften nur in der Arena, ausserhalb verhielten sie sich wie andere Hunde, insbesondere mussten diese Hunde absolut Zahm gegenüber Menschen sein, wurde einer dieser Hunde aggressiv gegen Menschen so war er nicht tauglich für die Pit und wurde von Zucht und Kampf ausgeschlossen und getötet.

Anfang des 20. Jahrhunderts wurden Hundekämpfe glücklicherweise praktisch weltweit verboten. Seitdem gibt es von Hinterhofzuchten abgesehen keine Zucht mehr für den Einsatz im Hundekampf. Die Hunde wurden weitergezüchtet und als Wachhund eingesetzt.
"Einer der "Kampfhunde" der englische Staffordshire Bullterrier ist einer der beliebtesten Hunde in England und wird dort beispielsweise als Hüter der Kinder eingesetzt, er hat unter anderem die Beinamen "Gentle Dog" oder "Nurse Dog" erhalten.

Jedem ist mehr oder weniger die aktuelle Kampfhundediskussion bekannt die durch einen tödlichen Angriff durch zwei Kampfhunde in Hamburg angestossen wurde. Eine heftige und oftmals unsachliche Debatte wurde in den Medien geführt in folge dessen alle Bundesländer Hundeverordnungen erliessen welche die Haltung bestimmter Rassen einschränken sollten um auf diese Weise die Bevölkerung vor gefährlichen Hunden zu schützen.
Es gab eine Menge von Auflagen für die Halter sogenannter Kampfhunde wie Wesenstest, Maulkorb und Leinenzwang und der Nachweis einer Sachkundeprüfung.
Der Wesenstest war und ist nicht einheitlich geregelt, infolge dessen führt das bestehen des Wesenstest in manchen Bundesländern zur Befreiung von Maulkorb und Leinenzwang in anderen wiederum nicht und ein nicht bestehen der Prüfung konnten den Tod des Hundes nach sich ziehen. Die Hundesteuer wurde teilweise massiv erhöht in dem glauben das Problem dadurch in den Griff zu bekommen. Als Folge liefen die Tierheim förmlich über von kaum vermittelbaren Hunden. Ein Ziel der Verordnungen sollte sein durch die Ausrottung der sogenannten Kampfhunde eine größere Sicherheit zu erreichen. Eine erhöhte Aggressionsbereitschaft wurde pauschal angenommen.

Zahlreichen Kynologen und sogar die Gewerkschaft der Polizei und die Bundestierärztekammer sind Gegner der Hundeverordnungen. Sie kritisieren im Besonderen, daß es keine gefährlichen Hunderassen gibt sondern eine Gefährlichkeit nur im Einzelfall zu bestimmen sei. Eine erhöhte Sicherheit der Bevölkerung ist durch diese Massnahmen nicht zu erreichen. Als Sinnvolles Mittel sieht man vielmehr, von jedem Hundehalter Befähigungsnachweise zu verlangen da gefährliche Hunde nicht gefährlich geboren werden, sondern vom anderen Ende der Leine dem Halter erst durch Unwissen oder mit Absicht so erzogen werden. Ausserdem fordern sie eine Kennzeichnung aller Hunde durch Mikrochip sowie den vorgeschriebenen Abschluss einer Hundehaftpflichversicherung.