Welcher Hund passt am besten zu wem?
Alle Hunderassen haben verschiedene Wesensmerkmale und besondere Charakterzüge. Vor dem Kauf eines Hundes sollte man folglich sehr genau überlegen was man von seinem zukünftigen Gefährten erwartet. Soll er Haus und Hof bewachen? Soll er besonders Kinderlieb sein? Vielleicht wird er als Jagdhund verwendet? Oder wollen Sie einfach nur einen Gefährten "für alles"? Auch die Größe und das Temperament eines Hundes spielen eine große Rolle. Ältere Menschen sind beispielsweise oft mit einem temperamentvollen Hunde überfordert und sollten folglich lieber einen Hund wählen der ruhig und besonnen ist, am besten ein älteres Tier aus dem Tierheim.

Wohnen Sie in der Stadt in einer engen Einzimmerwohnung im achten Stock ist ein Bernhardiner eher fehl am Platz.
Oft wünschen sich Kinder eine bestimmte Rasse, auch hier sollten man sorgfältig abwägen ob der neuen Hausgenosse sich mit der ganzen Familie verträgt. Es gibt eine Unzahl an Rassen, neben den aufgeführten Überlegungen sollte man auf alle Fälle folgende Ratschläge beherzigen:
Wohnen Sie in einer großen Stadt sollte der Hund eher klein und ruhig sein.
Eine Wohnung in oberen Etagen eignet sich für Kurzläufige Hunde wie Dackel nicht sehr gut da der lange Rücken Probleme beim Treppensteigen verursacht.
Wenn Sie einen Jagdhund oder Gebrauchshund haben sollte man diesem eine Aufgabe geben, sie fühlen sich nur wohl wenn sie ihren Fähigkeiten nach eingesetzt werden. Beispielsweise kann man keine Border Collie halten wenn man nur wenig Zeit für diesen hat. Gerade dieser ursprüngliche Hütehund braucht Beschäftigung, wenn man keine kleine Schafherde zur Hand hat die er hüten kann sollte man ihm in jedem Fall eine andere Beschäftigung besorgen wie zum Beispiel Agility. Unterforderte Hunde werden sonst leicht agressiv oder verkümmern.

Die Frage nach Hündin oder Rüde ist im Grunde nur von Bedeutung wenn man Züchten möchte, hierfür braucht man ohnehin eine Hündin. Ansonsten spielt das Geschlecht keine allzu große Rolle. Das weibliche Tier ist im Allgemeinen anhänglicher und besser zu erziehen. Die Hündin wird zweimal im Jahr läufig dann ist es vonnöten sie von Rüden fernzuhalten. Eine Sterilisation bietet sich an wenn man nicht züchten möchte, so bleibt die Läufigkeit aus und unerwarteter Nachwuchs stellt sich erst gar nicht ein. Rüden benötigen eine etwas konsequentere Erziehung ordnen sich jedoch Problemlos unter wenn er richtig behandelt wird und im nicht sugeriert wird er sei der "Boss".
Hat mankeine genaue Vorstellung von seinem zukünfitgen Hund sollte man sich ruhig nach einem Mischling umschauen. Mischlinge besitzen meist viele gute Eigenschaften, sind robust und verfügen über eine Menge Charme. Wenn man genaue Vorstellungen seines Hundes fällt die Wahl eher auf einen Rassehund, hier weiß man aus der Rassebeschreibung bereits wie sich dieser Entwickeln wird, wie groß, lebhaft etc. er wird.

Einen Mischling holt man sich am besten von Nachbarn wenn man weiß, daß es dort einen Wurf Welpen gibt oder man begibt sich am besten in das örtliche Tierheim. Hier findet man eine imense Auswahl an Tieren die alle Sehnsüchtig auf eine neues Zuhause warten.
Rassehund kauft man am besten nur bei einem bekannten guten Züchter. Niemals sollte man einen Rassehund von fliegenden Händlern oder auf Märkten kaufen, diese Hunde sind meist Krank und Überzüchtet. Bei einem seriösen Züchter kann man sich in Ruhe ein Bild der Umstände unter denen die Welpen aufwachsen machen. Die Welpen sollten möglichst früh Kontakt zu Menschen haben und in Haus und Garten aufgezogen werden. Der Züchter wird sich ein genaues Bild von den Käufern machen und über die Rasse und ihre Eigenschaften nochmals aufklären. Einen Welpen holt man für gewöhnlich im Alter von 8-12 Wochen. Genau wie beim Menschen sind die ersten Wochen und Monate entscheidend für das spätere Verhalten des Hundes.