Die ersten Hunde
Da der Ursprung des Hundes bis in die Vorgeschichte reicht, kann man über
die Entwicklung zum Haushund vor 20000 Jahren nur Vermutungen anstellen.
Was in jedem Fall sicher ist, ist das der Hund zu den Haustieren gehört
die ohne den Menschen nicht mehr existieren würden, da sie sich im
Laufe der Jahrtausende immer mehr von ihren wilden Vorfahren entfernt haben.
Der wahrscheinlichste Stammvater der heutigen Haushunde ist der Wolf.
Der Mensch nahm als er junge Wölfe einfing und nicht mehr in die freie Wildbahn entließ ohne es zu wissen eine erste Zuchtauswahl vor. Gerade durch die begrenzte Anzahl der vom Menschen gehaltenen Tiere konnten deren Nachfahren leichter neue genetische Merkmale entwickeln. Sie verloren typische Wolfsmerkmale und Verhaltensweisen und je strenger die Auslese nach bestimmten Merkmalen war desto mehr Unterschieden sich die neuen Anlagen von den alten Zuchttieren. Es fand keine natürliche Auslese mehr statt, stattdessen entschied der Mensch welche Eigenschaft weitergegeben wurde.
Wahrscheinlich ist, daß schon zu beginn der Domestikation an verschiedenen
Orten der Erde Hunde "gezüchtet" wurden da es schon sehr
früh verschiedenen Rassen gab. Über lange Zeiträume wurde
eine Selektion betrieben die bewirkte, daß in den verschieden geographischen
und klimatischen Gegenden nur die am besten "ausgestatteten" Hunde
vom Menschen ausgewählt wurden, so entstanden den örtlichen Gegebenheiten
angepasste Hunderassen: schwere, große, Hunde für die Berge,
Wüsten... diese Hunde verbreiteten sich und es entstanden Rassen mit
unterschiedlichem Haarkleid, Rute und ihrem ganz speziellen Aussehen. Dennoch
entwickelten sich die heutigen Hunderassen erst am Ende des 19. Anfang des
20. Jahrhunderts.
Mit beginn der Industrialisierung und der damit einhergehenden Mechanisierung verlor die Jagd an Bedeutung, folglich war der Hund als Hüte und Jagdhund nicht mehr gefragt, stattdessen wurde er nun in der Gesellschaft immer Beliebter. Jetzt wurden ästhetische Gesichtspunkte immer wichtiger und es entstanden Frisiersalons für Hunde. Es gab die ersten Hundeausstellungen und Verbände welche sich um "Veredelung" der Rassen bemühte. Der erste Weltkrieg forderte viele Hundeleben da Sie als Meldegänger, Wächter, Sanitätshunde und Rattenfänger in Schützengräben eingesetzt wurden. Heute noch werden Hunde für militärische Zwecke verwendet.
Heute wird er auch in vielen anderen Bereichen eingesetzt, er läuft
Rennen, tritt bei Schönheitswettbewerben an, spielt in Filmen die Hauptrolle
und vieles mehr. Auch als Helfer ist er unentberlich geworden als Blindenhund,
Katastrophenhund oder als Besuchs- und Therapiehund in Altenheimen oder
Behinderteneinrichtungen. In erster Linie ist er aber ein treuer Weggefährte
des Menschen und hilft nicht selten gegen die immer mehr zunehmende Vereinsamung.
In den nächsten Kapiteln gibt es mehr über Gebrauchshunde, über
die Frage welcher Hund passt zu mir und über das kontrovers diskutierte
Thema der "Kampfhunde".
